Was ist eine Ombudschaft?

Woher kommt der Begriff Ombud?

Der Begriff „Ombudsman“ kommt aus dem Skandinavischen und bedeutet etwa „Vertrauensmann“ oder „Bürgerbeauftragter“. Eine Ombudschaft bezeichnet eine unparteiische Strategie der Konfliktlösung. Die Ombudsperson vertritt hierbei vor allem die Interessen der strukturell unterlegenen Partei.

Ziel ist es, bestehende strukturelle Machtunterschiede zwischen den beteiligten Parteien auszugleichen und eine gerechte Einigung zu erzielen.

Im ombudschaftlichen Beratungsgespräch geht es darum, den Betroffenen/die Betroffene unabhängig zu informieren und zu beraten und ihn/sie so in die Lage zu versetzen, die ihm/ihr im Rahmen des Rechtsstaats zustehenden Rechte und Verfahrensmöglichkeiten zu nutzen (nach Urban-Stahl (2012), Beschwerde- und Ombudsstellen in der Kinder- und Jugendhilfe).

Ombudsstellen sind Ausdruck demokratischer politischer Systeme. Sie agieren unabhängig von Trägern der öffentlichen und der freien Jugendhilfe.